MG Villnachern


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Nach dem Pfarrer kamen die Piraten

Die Musikgesellschaft Villnachern hat in der Villa Kunterbunt auf Pippi Langstrumpf gewartet.

Das wissen die Fans: Wenn die MG Villnachern zum Jahreskonzert einlädt, dann spielt sie nicht einfach brav der Reihe nach die im Programmheft aufgeführten Melodien. Da ist auch Action angesagt. So hiess das Motto am Samstag nicht umsonst «Villa Kunterbunt». Schon wie da Theaterfrau Hanni Lüscher – auf der Suche nach ihrer Nichte Pippi Langstrumpf – die Ansage machte: ein Erlebnis. Mit dem ersten Jahreskonzert unter ihrem neuen Dirigenten Tobias Zwicky dankte die MG Villnachern ganz speziell all ihren Notenspendern. Und was das derzeitige Team der 1876 gegründeten MG Villnachern – 46 Aktivmitglieder mit einem Durchschnittsalter von 39 Jahren – mit den Notengeschenken machte, dafür erhielt es von den begeisterten Fans in der voll besetzten Turnhalle viel Applaus. Solchen erhofft sich die MG Villnachern natürlich auch am 14. Juni, wenn sie am Aargauischen Musiktag in Sulz mit dem Konzertstück «Euregio» ihr Können unter Beweis stellt. Dort wird es mit Sicherheit keinen «Zwischenfall» geben wie am Samstag in Villnachern, als überraschend ein«Pfarrer» (alias Kurt Lüscher)in bodenlangem Talar zur «Sonntagspredigt» auf der Bühne erschien. Unter grossem Jubel konnte MG-Präsident Reto Notter seinen 30. Geburtstag feiern. Geehrt wurden auch der eidgenössische Veteran Anton Rogger sowie Sibylle und Roger Griner, die beide seit 20 Jahren bei der MG Villnachern Klarinette spielen. Für Furore sorgten die fetzig auftrumpfende Rhythmusgruppe sowie die Piraten, die auf die Bühne stürmten und dann gesittet mitspielten bei «Music from Pirates of the Caribbean». Während sich Pippi Langstrumpf längst wieder ihrer roten Zöpfe entledigt hatte, setzte die MG Villnachern mit «The Blues Brothers Revue » in der Villa Kunterbunt zum Finale ihres abwechslungsreichen Jahreskonzertes an. (adr)



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